Feedback oder Urteil?

Feedback scheitert selten am Inhalt – sondern meistens an der Art, wie wir darüber sprechen. Ob im Mitarbeitendengespräch oder im privaten Umfeld: Ich habe immer wieder erlebt, wie schwierig Feedback [...]

Feedback scheitert selten am Inhalt – sondern meistens an der Art, wie wir darüber sprechen.

Ob im Mitarbeitendengespräch oder im privaten Umfeld: Ich habe immer wieder erlebt, wie schwierig Feedback sein kann. Mir selbst ist das lange schwergefallen – auf beiden Seiten. Bis mir eine Unterscheidung wirklich geholfen hat:

Feedback ist nicht dasselbe wie ein Urteil!

Feedback beschreibt, was konkret beobachtbar ist und welche Wirkung es hat. Ein Urteil bewertet die Person.

Ein kurzes Beispiel:
Urteil: „Du bist nicht zuverlässig.“
Feedback: „Zwei Termine wurden zuletzt nicht eingehalten. Das erschwert die Planung im Team.“

Klingt ähnlich – wirkt völlig unterschiedlich.

Urteile führen fast automatisch zu Rechtfertigung oder Rückzug. Feedback schafft zumindest die Möglichkeit für ein Gespräch auf Augenhöhe.


Seit ich diese Unterscheidung bewusster mache, verlaufen Gespräche ruhiger, Feedback wird besser angenommen und Verantwortung bleibt dort, wo sie hingehört.

Nicht perfekt. Aber deutlich konstruktiver.

Wenn dieser Gedanke auf Interesse stößt, teile ich gerne weitere Erfahrungen und praktische Regeln rund um Feedback und Gespräche.
Und falls du merkst, dass dich Feedback‑Situationen regelmäßig fordern: Der Austausch dazu ist oft erstaunlich klärend – Nachrichten beantworte ich gerne.

Gebloggt am 15. Mai 2026

 von Matthias

Ähnliche Artikel